Dr. Poehlmann Arzneimittel - Startseite
 
Fit im Kopf
Vergesslichkeit: Harmlos, lästig oder krankhaft?
Die kleinen Gedächtnislücken des Alltags kennt wohl jeder, unabhängig vom Lebensalter. Der vergessene Name, der verlegte Schlüssel, der Begriff, der auf der Zunge liegt, kann schon einmal Anlass zum Grübeln werden. Ist meine Vergesslichkeit noch normal oder liegt eine krankhafte Gesundheitsstörung vor?
Oft gibt es ganz natürliche Erklärungen für die momentane Gedächtnisschwäche. Stress oder einfach nur Unaufmerksamkeit sind Störfaktoren im Merkprozess, aber auch Sorgen, Ängste oder ein Kopf voller Pläne vermindern die Gedächtnisleistung. Denn Lernen und Gedächtnisprozesse funktionieren in einer entspannten und gelassenen Grundstimmung am besten.
Doch gerade im nicht mehr ganz jugendlichen Lebensalter sollte man auf Alarmzeichen achten und gegebenenfalls rechtzeitig den Hausarzt aufsuchen. Immer dann, wenn sich Gedächtnislücken wiederholen, häufen oder verstärken, sollte man sich einmal gründlich durchchecken lassen. Hilfreich kann es auch sein, Angehörige oder andere nahestehende Personen einmal zu fragen, ob die beobachtete Vergesslichkeit ein „normales Maß" überschreitet.
Krankheitsbedingte Ursachen für Störungen des Erinnerungsvermögens, Lernprozesse oder der Orientierung können vielfältig sein. Stoffwechselerkrankungen wie eine Unterfunktion der Schilddrüse oder ein Diabetes sind gut behandelbare Ursachen. Weitere Ursachen können Durchblutungsstörungen des Gehirns, depressive Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder auch erste Anzeichen der Alzheimererkrankung sein. Gerade bei diesen Erkrankungen gilt, dass eine möglichst frühzeitige Diagnose die besten Ergebnisse bei der Behandlung liefert.
Wichtig sind neben einer medikamentösen Behandlung auch die begleitenden Maßnahmen. Hilfreich ist es daher, das Alltagsleben gut zu strukturieren, feste Orte, Zeiten und Abläufe einzuhalten ohne lästige Störquellen wie Radio oder Fernsehen. Durch gezieltes Gedächtnistraining lässt sich die Gedächtnisleistung schulen und die Alltagsfähigkeit der Betroffenen lange erhalten.
So ist auch das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, bei Menschen, die sich mehrmals pro Woche mit dem Lesen von Zeitungsartikeln, Büchern oder dem Puzzeln beschäftigen, im Vergleich zu ihren weniger aktiven Altersgenossen halbiert . Dabei ist es für den Trainingseffekt wichtig, dass fortlaufend neue Informationen verarbeitet werden.
Bei den kleinen Gedächtnisschwächen des Alltags kann es bereits helfen, die Versorgung mit Vitaminen des B-Komplexes zu erhöhen. Auch Phospholipide / Lecithin (z.B. Voltax) wirken unterstützend, wenn Erschöpfung zu Lasten der Konzantration, der Merkfähigkeit oder des Denkvermögens geht.