Baldrian wächst wild oder in Kulturen angebaut als bis zu 1 m hohe Staude und ist in ganz Europa heimisch.
Die oberirdischen Teile der Pflanze mit ihren hellrosa Blütenständen besitzen einen angenehmen Geruch, während die medizinisch verwendete Baldrianwurzel insbesondere nach der Trocknung sehr streng süsslich-herb riecht.
Die Baldrianwurzel wird schon seit dem Altertum als Heilmittel geschätzt.
Erst im Jahre 2002 ist das Wirkprinzip des Baldrians gefunden worden. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Olivil-Abkömmling, welcher hochspezifisch an Rezeptoren bestimmter Nervenzellen angreift, die für die Schläfrigkeit verantwortlich sind.
Baldrianwurzel wirkt dämpfend und beruhigend. Ihre Inhaltsstoffe wirken angst- und spannungslösend sowie ausgleichend auf das vegetative (vom Willen unabhängige) Nervensystem. Daher ist Baldrianwurzel ideal zum Abbau nervöser Unruhezustände und zur Förderung der Schlafbereitschaft geeignet.
In pflanzlichen Beruhigungsmitteln wird Baldrian häufig mit Hopfen kombiniert, um eine stärkere Wirksamkeit bei bestmöglicher Verträglichkeit erzielen zu können.